5000 km Europa in 5 Wochen. Was ist geblieben ?
Nun sind wir schon seit mehr als drei Wochen wieder auf La Palma. Da unsere Haushüter/innen Claudine und Hans erst am Freitag, den 26.4. nach Zürich abgeflogen sind wohnten wir noch ca. eine Woche im Gästeappartement. Als Gäste im eigenen Haus. Das war mal wieder eine völlig neue Erfahrung. Die Katzen Momo und Mausi taten so, als wären wir nie fort gewesen.
Ja, alles geht einmal zu Ende!
Auch unsere Fahrt, die nun schon über 5 Wochen geht!
Auf Teneriffa haben wir uns nicht allzulange aufgehalten.
Zuviel Unruhe, zuviele Menschen, zuviele Autos und auch alles schweineteuer!
Wieder auf dem Schiff
Unsere Tage auf Lanzarote gingen zu Ende und wir überlegten, nach Gran Canaria oder Tenriffa überzusetzen um der Heimat auf La Palma wieder ein Sück näher zu kommen. Iris hatte die Idee, unseren schönen Stellplatz am Meer schon abends zu verlassen, um zurück nach Arrecife zu fahren, damit wir morgens schneller am Hafen wären.
....nun sind wir auf Lanzarote und eigentlich angenehm überrascht....eine gepflegte Insel ohne Hochhäuser und auch der Tourismus, von dem die Insel lebt, ist nicht aufdringlich.
So habe ich es jedenfalls bislang empfunden!
Nun, die Sorolla " der Reederei Acciona Mediterranea ist ein einfaches Fährschiff. Ca. 172 m, lang und ca. 16.000 Ts für denjenigen, der etwas von Seefahrt versteht. Auf den unteren Deck sind Lastzüge und PKW untergebracht, darüber die Kabinen für die Passagiere, Bars, ein Swimmingpool, ein Kino und der Selbstbedienungs-Speisesaal. Wir hatten eine Innenkabine gebucht. Mit 2 unteren Betten und einem kleinen Bad.
Der Felsen Gibraltas und die Affen dort haben mich am meisten beeindruckt.
Wir hatten uns für € 60 ein Taxi genommen (der erste Fahrer sollte € 74 haben) und sind mit ihm den Felsen hinauf.
Am nächsten Morgen verliessen wir recht zügig diesen eigentlich so guten Stellpletz und fuhren noch ein Stück die Berge hinauf. Neuer Stellplatz gesucht. Kaffee gekocht. Aber dann fuhr hier plötzlich eine Militärkolonne an uns vorbei.
Am Morgen des 06.März wachten wir recht früh in einer nicht so schönen Wohnsiedlung auf.
Bei dem wunderbaren Morgencafe planten wir unsere Weiterfahrt.
Mist, es regnete immer noch! Laut Internet war es aber in ganz Europa regnerisch.
Wir einigten uns darauf ganz langsam nach Gibraltar zu tuckern.
Petra und ich verabschiedeten uns sehr beeeindruckt von Fatima.
Wir wollten schnell wieder aus Portugal raus, es gefiel uns dort nicht!
Aber da wir nun mal in der Nähe von Lissabon waren, fuhren wir auch mitten hindurch. Na ja, groß war die Stadt...wenn frau eine Stadtführerin hätte (ne ganz superhübsche) dann wäre ich auch mal ausgestiegen, aber ohne nicht!!
Und Pedi auch mit Stadtführerin nicht !!
Von Salamaca aus steuerten wir unseren Kleinen immer in Richtung Fatima in Portugal.
Entgegen unseren Vorstellungen keine Autobahn zu benutzen, fuhren wir doch auf dieser, da es auf unserer Karte auch keine vernünftig ausgebauten Nebenstraßen gab.
Die Autobahn in Portugal war klasse, sie erinnerte mich teilweise an den Norden von Amerika, wo frau schon sehen kann, wer einen übermorgen besuchen wird!
Immer straight ahead!
Und noch war diese auch kostenlos!
Als wir dann am darauffolgenden Morgen erwachte,, sahen wir erst einmal, auf was für einen fürchterlich abgewrackten Campingplatz wir gelandet waren.
Und dann hieß dieser auch noch "Ruta de la Plata" (Silberweg)!
Hier war fast gar nichts heil. Aber heisses Wasser zum Duschen und zum Waschen waren vorhanden. Und das war uns/mir wichtig!
Die Nacht in San Vincente war eher unruhig. Der Busbahnhof war hell erleuchtet und auch in unserem Wohnmobil wurde es nicht richtig dunkel. Dazu die an- und abfahrenden Busse bis spät in die Nacht. Der Morgen verwöhnte uns dann aber mit herrlichem Sonnenschein, ein paar Fotos, ein Cafe con Leche in der nächsten Bar und es konnte los gehen.
...den Weg des Jakobus, der ist schon lang, sehr lang! Überall Hinweisschilder,was sehr beruhigend war.
Das Leben in einem kleinen Wohnmobil. Zwei Personen auf ca. 8 qm. Hier ein paar Informationen für leute, die sich mit Wohnmobilen nicht so auskennen. Und das ist ja wohl die Mehrheit. Unser Wohnmobil ist ein ausgebauter Kastenwagen vom Typ Citroen Jumper. Eine Nummer grösser als z.B. ein VW-Bus. Ein Wagen also, mit dem - in anderer Version - auch der Handwerksmeister seine Kunden aufsucht.
Lourdes, ja ein sehr spannender Ort, mit sehr vielen Möglichkeiten für ein Gebet oder eine Meditation und für Demut und Dankbarkeit!
Wir sahen am nächsten Tag schon vor 09.00Uhr viele Menschen die dies erfahren wollten und auch eine Messe, die in Deutsch abgehalten wurde.
Das war kein Zufall!
Nun ging es, nachdem die Wäsche schon fast trocken war, weiter in Richtung über die Pyrenäen, die schneebedeckt vor uns lagen.Einfach wunderschön! Die Serpentinen erinnerten uns wirklich an La Palma. Iris kam es vor, als würde sie den nie endenen Weg nach Los Brecitos hochfahren :-)) und nach einer Stunde wurde ihr auch schlecht,
Die Fahrt Richtung Mittelmeer brachte uns immer mehr Sonne und Wärme. Die Vegetation veränderte sich, die ersten Palmen tauchten auf, am Strassenrand blühten Blumen, unser Aussenthermometer zeigte 15 Grad. Welche Veränderung gegenüber den Tiefkühltemperaturen in Deutschland. Und dann, genau um 14.05 sahen wir zum ersten Mal auf dieser Fahrt das blaue Mittelmeer.
Am Sonntagmorgen weckte uns in Bad Bellingen strahlender Sonnenschein. Duschen im Thermalbad nebenan, frisches Wasser aufgenommen und los ging es Richtung Frankreich. Über den Rhein, durchs Elsass Richtung Bessancon. Wir hatten uns vorgenommen,
Warten in Lindau. Drei Tage. Auf ein Päckchen aus Wesel. Leider hatten wir unsere Kamera und ein paar Campin-Gutscheine für Frankreich in Wesel liegen lassen und unseren Mieter Mathias telefonisch gebeten, uns diese paar Sachen als Päckchen in den dortigen Laden unserer Freundin Sandra nachzusenden. Tja. leicht gesagt.
...jetzt gehts los! Von Wesel bei Matschwetter Richtung Gummersbach. Dort leben zwei Frauen, die im letzen August bei uns auf La Palma waren und von dort 2 Katzen (Gipsy und Luna) mitgenommen haben.

Bald geht es mit unserem kleinen WoMo ab in Richtung La Palma!
Über Italien in Richtung Mittelmeer, dann an der Küste entlang hoch nach Lourdes ins Landesinnere. Wir werden einen Teil des Jakobsweges abfahren Richtung Portugal, Lissabon besuchen und letztlich von Cadiz nach Lanzarote übersetzen. Nach einer Woche Sonne tanken geht es dann nach La Palma.
Wir werden, so wie es der Internetzugang erlaubt hier berichten.